GANZHEITLICHE MEDIZIN AM GENDARMENMARKT

PRAXIS für INTEGRALE MEDIZIN, FUNKTIONELLE MEDIZIN und STRESSMEDIZIN
DR. PETRA STALP

Kleine Schnecke

Eigenbluttherapie - der Stoß ins vegetative System

Bis heute gibt es keine vollständige wissenschaftliche Erklärung für die Wirksamkeit von Eigenblutinjektionen.
Es wird angenommen, dass das injizierte Blut als "erneute Infektion" vom Organismus erkannt und mit einer Stimulierung der Körperabwehr beantwortet wird. Auf diese Weise wird ein bestehender chronischer Krankheitsprozess in einen akuten Zustand zurückgeführt, der geheilt werden kann. Eine Bestätigung für dieses Wirkprinzip ist die häufig beobachtete Erstverschlimmerung, ein Phänomen, das auch aus der Homöopathie bekannt ist und die Reaktion des Organismus auf den Reiz widerspiegelt.

Betrachtet man die verschiedenen Wirkungen der Eigenbluttherapie, dann wird deutlich, dass die Palette, bei der sie eingesetzt werden kann, groß ist. Sie reicht von Schlafstörungen, Appetitlosigkeit und reduziertem Allgemeinbefinden bis hin zu chronischen Schmerzzuständen, Allergien, klimakterischen Beschwerden und Hauterkrankungen.

Die Eigenbluttherapie stellt einen starken Reiz für das vegetative Nervensystem dar. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass vegetative Allgemeinreaktionen wie Schwindel oder Herzklopfen auftreten können. Sie stellen jedoch kein Risiko für den Patienten dar, wenn die injizierte Blutmenge 5,0 ml nicht überschreitet.

Sehr geschwächte Patienten dürfen nicht mit Eigenblut behandelt werden, da in diesem Fall die Kreislaufbelastung zu groß wäre.

Ausschlaggebend für den Behandlungserfolg sind die Dosis und das Behandlungsintervall.

Zu hohe Dosen können nach der Arndt-Schulz-Regel zu einer gegenteiligen Reaktion führen. Hiernach fachen schwache Reize die Lebenstätigkeit an, mittelstarke hemmen sie und starke heben sie auf.
Als Kriterium für die Dosierung gelten neben der konstitutionellen Verfassung des Patienten die Art der Erkrankung (akut oder chronisch) und seine Reaktion auf die Therapie.

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