GANZHEITLICHE MEDIZIN AM GENDARMENMARKT

PRAXIS für INTEGRALE MEDIZIN, FUNKTIONELLE MEDIZIN und STRESSMEDIZIN
DR. PETRA STALP

Kleine Schnecke

Neuraltherapie

Neuraltherapie ist eine Heilmethode, die zu der großen Gruppe der "Natürlichen Heilverfahren« oder der "Regulationstherapien" gehört.
Durch sie wird versucht, auf dem Wege über das allgegenwärtige vegetative (= vom Willen unabhängige) Nervensystem das normale Ordnungsprinzip in unserem Körper wiederherzustellen.
Im Gegensatz zu anderen medizinischen Methoden erfordert die Neuraltherapie für ihren Heilerfolg eine gewisse Mitarbeit des erkrankten Organismus.
Sie zielt auf einzelne Beschwerdebilder (=Symptome) oder ganze Krankheitsgruppen (=Syndrome) ab und wirkt im Grund ursächlich (=kausal) und heilend (=kurativ).
Wichtig für den Patienten ist es zu wissen, dass die Neuraltherapie in den Händen eines routinierten und berufenen Arztes unschädlich und praktisch zu jeder Zeit wiederholbar (reproduzierbar) ist.

Diese Therapie, die schon Tausenden Patienten geholfen hat, verdanken die Kranken in ihrer Entstehungsphase den Arztbrüdern Walter und Ferdinand Huneke (1891 - 1966).

Die Neuraltherapie unterteilt sich in:
1. Störfeldtherapie
2. Segmenttherapie

Was bedeuten diese beiden Behandlungsarten für den Kranken?

1. Die Störfeld-Therapie
geht davon aus, dass die vorliegende Krankheit bzw. die Beschwerden von einer "krankmachenden" Stelle (=Herd oder Störfeld) aus "gesteuert" werden.
„Herd" und "Störfeld" sind nun aber nicht unbedingt immer ein und dasselbe. So kann z.B. eine akute Mandelentzündung - im Volksmund auch als "Angina" bekannt - oder eine vereiterte Zahnwurzel- der Zahnarzt nennt dies ein "Granulom" - ein echter Krankheits- "Herd" sein, von dem Bakterien- oder Giftstreuungen ausgehen und in der Nähe oder Ferne Krankheiten oder Beschwerden (Schmerzen) hervorrufen.
Entfernt man nun aus gegebener Veranlassung operativ die Mandeln oder den Zahnherd, dann ist zwar der streuende Herd beseitigt, es bleibt jedoch zwangsläufig - wie nach jeder Operation - eine Narbe und diese (!) kann wiederum zu einem Störfeld werden.
Sie kann ihrerseits nun - jetzt ohne Bakterien- oder Giftstreuungen - krankmachende Impulse aussenden. Dieses neue pathogene Störfeld muss also zur Gesundung ausgeschaltet werden. Hierfür ist die Neuraltherapie das Mittel der Wahl, sie ist in medizinischen Kreisen bekannt als das "konservative Messer".

2. Die Segment-Therapie
findet als neuraltherapeutische Behandlung Erfolg versprechend immer dann Anwendung, wenn für das vorliegende Krankheits-, oder Beschwerdebild kein Herd oder Störfeld gefunden wurde, d.h. der Arzt wendet sich jetzt der erkrankten oder schmerzenden KörpersteIle selbst zu.
Die therapeutischen Behandlungsareale der Segment-Therapie liegen im wesentlichen in den Bereichen der

- Haut-Reflex-Zonen (Schmerzareale)
- Nervenaustrittspunkte der Haut
- schmerzenden Muskeln und Knochen
- Nervenverläufe u. ä. m.

Wir gehen also die schmerzenden bzw. schmerzverursachenden Gebiete an.

Insbesondere durch die Erkenntnisse der modernen Anatomie und Neurologie-Forschung ergeben sich heute für uns keine nennenswerten Probleme mehr für die Erklärung der Wirkung bezüglich der Segment-Therapie.

Versagt nun schließlich auch diese zweite Methode der Neuraltherapie, ist die Ursache dafür entweder in einem übersehenen Störfeld zu suchen oder der vorliegende Krankheitsfall entzieht sich den therapeutischen Möglichkeiten der Neuraltherapie.

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